Ausflugsziele im Ruhrgebiet mit Hund: Halden, Parks und Industriekultur
Halden mit Aussicht, Hüttenwerke, Parks und Seen: die schönsten Ausflugsziele im Ruhrgebiet mit Hund und wo der Hund überall mit darf.

Halden mit Panoramablick, Hochöfen, die man zu Fuß umrunden kann, Parks, Seen und mehr Wald, als man dem Revier zutraut: Das Ruhrgebiet mit Hund ist abwechslungsreicher, als der Ruf vermuten lässt. Viele Ziele liegen nur ein paar Kilometer auseinander, so lassen sich zwei davon gut an einem Tag verbinden.
Hier sind unsere Lieblingsziele, sortiert nach dem, worauf dein Hund gerade Lust hat.
Halden: Aufstieg mit Aussicht
Die Halden sind die Berge des Ruhrgebiets. Wo früher Abraum aus den Zechen aufgeschüttet wurde, führen heute Wege bis zu Aussichtspunkten mit Blick über die ganze Region. Auf den meisten Halden gibt es kaum Schatten, an warmen Tagen also früh los und Wasser für den Hund einpacken.
Halde Hoheward, Herten
Die Halde Hoheward ist eine der größten Halden im Revier und ein guter Einstieg. Verschiedene Wege führen auf das Gipfelplateau mit dem Horizontobservatorium, den beiden großen Stahlbögen. Von oben schaust du weit über das Ruhrgebiet. Die Wege sind breit und gut zu laufen, für ausgiebige Runden mit Hund ideal.
Halde Haniel, Bottrop
Der Aufstieg auf die Halde Haniel ist etwas steiler, oben stehen dafür die bunten Totems des Künstlers Agustín Ibarrola, und die Aussicht reicht bei klarem Wetter weit über das Revier. Ein gutes Ziel für Hunde mit Energie.
Halde Rheinpreußen, Moers
Auf der Halde Rheinpreußen steht das Geleucht, eine riesige Grubenlampe, die nachts rot leuchtet. Die Wege nach oben sind weitläufig, oben gibt es den Blick über den Niederrhein und das westliche Ruhrgebiet.
Schurenbachhalde, Essen
Für eine kürzere Runde eignet sich die Schurenbachhalde. Oben steht die Bramme, eine 15 Meter hohe Stahlplatte von Richard Serra, und rundherum liegt das Industriepanorama von Essen und Gelsenkirchen.
Industriekultur mit Hund
Bei den großen Industriedenkmälern gilt fast überall dieselbe Regel: Draußen auf dem Gelände darf der Hund an der Leine mit, in Gebäude und Ausstellungen nicht. Für einen Spaziergang mit viel Kulisse reicht das völlig.
Landschaftspark Duisburg-Nord
Im Landschaftspark Duisburg-Nord läufst du zwischen stillgelegten Hochöfen, Gleisen und Erzbunkern, in denen heute Gärten wachsen. Das Gelände ist riesig, die Wege führen durch Industrieanlagen und viel Grün. Abends wird der Park beleuchtet, eine Runde in der Dämmerung lohnt sich. Alles Weitere steht in unserem Artikel zum Landschaftspark Duisburg mit Hund.

Zeche Zollverein, Essen
Das UNESCO-Welterbe Zollverein ist mit Hund vor allem draußen spannend: Die Wege führen über das weitläufige Zechengelände, vorbei an Fördergerüst, Kokerei und Gleisanlagen. Ins Ruhr Museum darf der Hund nicht, mehr dazu in unserem Artikel über Museen in NRW mit Hund.

Henrichshütte, Hattingen
Das ehemalige Hüttenwerk in Hattingen ist heute ein LWL-Industriemuseum. Hunde dürfen an der Leine mit zur Kasse und auf das Außengelände, außer auf den Spielplatz. In die Gebäude dürfen nur Blinden- und Assistenzhunde. Draußen gibt es mit Hochofen, Gleisen und alten Maschinen trotzdem genug zu sehen.
Gasometer Oberhausen
In den Gasometer selbst dürfen Hunde nicht, aber die Runde ums Gebäude und weiter am Rhein-Herne-Kanal entlang lohnt sich trotzdem. Wer zu zweit unterwegs ist, kann sich abwechseln: einer schaut die Ausstellung, der andere dreht mit dem Hund eine Runde am Kanal.
Parks im Ruhrgebiet
Westpark, Bochum
Der Westpark verbindet alte Stahlwerksanlagen mit Wiesen und Wegen rund um die Jahrhunderthalle. Morgens ist es hier angenehm ruhig.
Westfalenpark und Rombergpark, Dortmund
Der Westfalenpark ist eine der größten Grünanlagen der Region, mit gepflegten Wegen und dem Florianturm als Wahrzeichen. Für den Westfalenpark wird Eintritt fällig. Der Rombergpark ist ein großer botanischer Garten mit altem Baumbestand. Hunde müssen dort an der Leine bleiben. Beide Parks liegen nah beieinander und lassen sich gut kombinieren.
Nordsternpark, Gelsenkirchen
Der Nordsternpark liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche, direkt am Rhein-Herne-Kanal und an der Emscher. Industriekultur und Grün liegen hier dicht beieinander, und die Wege am Wasser eignen sich gut für eine längere Runde.
Revierparks Gysenberg und Wischlingen
Der Revierpark Gysenberg in Herne und der Revierpark Wischlingen in Dortmund sind klassische Naherholungsgebiete mit viel Wald, Wiesen und Wasser. Unspektakulär, aber genau richtig für eine entspannte Gassirunde ohne lange Anfahrt.
Wald und Wandern
Kirchheller Heide, Bottrop
Die Kirchheller Heide ist ein großes Waldgebiet mit gut ausgebauten Wegen und kleinen Bachläufen. Schön ist die Runde um den Heidesee, wo es viele schattige Plätze für eine Pause gibt.
Die Haard, Haltern am See
Die Haard am Nordrand des Ruhrgebiets ist eines der größten Waldgebiete der Region. Dichte Wälder, ruhige Wege und der Vestische Höhenweg machen sie zum Ziel für lange Runden. Teile der Haard stehen unter Naturschutz, dort gilt Leinenpflicht.
Berger Denkmal, Witten
Vom Parkplatz am Hohenstein führt ein Weg durch den Wald hinauf zum Berger Denkmal. Oben schaust du über das Ruhrtal, ein gutes Ziel für einen Halbtagesausflug.
Am Wasser
Baldeneysee, Essen
Der Rundweg um den Baldeneysee ist rund 14 Kilometer lang und führt fast immer am Ufer entlang. Unterwegs gibt es Cafés und Biergärten für eine Pause. Am Wochenende ist hier viel los, unter der Woche oder früh morgens ist es deutlich ruhiger.
Kemnader See, Bochum und Witten
Auch am Kemnader See führen lange Wege direkt am Ufer entlang. Zusammen mit dem Ruhrtal drumherum lässt sich daraus eine schöne Halbtagesrunde machen.
Innenhafen Duisburg
Für einen Stadtspaziergang eignet sich der Innenhafen in Duisburg: alte Speicher, moderne Architektur und eine Promenade am Wasser. Viele Restaurants haben Außenplätze, an denen der Hund mit darf.
Ins Wasser darf dein Hund im Ruhrgebiet nur dort, wo es erlaubt ist. Rhein, Ruhr und Kanäle sind wegen Strömung, Schiffsverkehr und steiler Ufer keine Badestellen für Hunde.
Fazit
Im Ruhrgebiet kannst du mit Hund an einem Tag auf eine Halde steigen, durch ein Hüttenwerk laufen und am See entspannen. Die Wege sind kurz, die Kulisse ist ungewöhnlich, und es wird nie langweilig. Unser Tipp für den ersten Besuch: Halde Hoheward am Vormittag, am Nachmittag in den Landschaftspark Duisburg-Nord und bleiben, bis die Beleuchtung angeht.
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